Cabral Gold - Vollfinanzierter Goldproduzent vor dem Produktionsstart!
- Michael Türk - aktienexperte.de

- vor 2 Tagen
- 3 Min. Lesezeit
Während sich viele Junior-Goldunternehmen noch in der Explorationsphase befinden und regelmäßig frisches Kapital aufnehmen müssen, hat Cabral Gold (WKN: A2JC8S; TSX-Kürzel: CBR) bereits einen entscheidenden Schritt weiter gemacht. Das kanadische Unternehmen entwickelt sich derzeit vom Explorer zum Goldproduzenten und konzentriert sich vollständig auf das zu 100 % im Eigenbesitz befindliche Cuiú-Cuiú-Goldprojekt im brasilianischen Bundesstaat Pará. Das Projekt liegt im bekannten Tapajós-Goldgürtel – einer der bedeutendsten Goldregionen Brasiliens – und grenzt unmittelbar an die bereits produzierende Tocantinzinho-Mine von G Mining Ventures. Die ausgezeichnete Infrastruktur sowie die jahrzehntelange Bergbauhistorie der Region schaffen ideale Voraussetzungen für eine wirtschaftliche Minenentwicklung.
Die aktuelle NI 43-101-konforme Mineralressource umfasst insgesamt rund 1,19 Millionen Unzen Gold, davon etwa 666.000 Unzen in der Kategorie "Indicated" sowie weitere 526.000 Unzen "Inferred". Besonders interessant ist dabei, dass sich ein erheblicher Teil der Goldmineralisierung oberflächennah befindet und sich deshalb hervorragend für einen kostengünstigen Tagebau eignet. Darüber hinaus verfügt das Unternehmen über mehr als 50 weitere identifizierte Explorationsziele, sodass das Ressourcenwachstum noch längst nicht abgeschlossen sein dürfte. Das Management verfolgt daher die Strategie, zunächst die oberflächennahen Oxidvorkommen in Produktion zu bringen und anschließend die wesentlich größeren Hartgesteinslagerstätten zu erschließen.
Der Einstieg in die Produktion erfolgt über ein sogenanntes Heap-Leach-Starterprojekt, das aufgrund seiner geringen Investitionskosten als besonders wirtschaftlich gilt. Laut der aktuellen Vormachbarkeitsstudie belaufen sich die anfänglichen Investitionskosten (CAPEX) auf lediglich 37,7 Mio. US-Dollar. Damit zählt Cuiú-Cuiú zu den kapitalärmsten Goldentwicklungsprojekten seiner Größenordnung. Selbst bei konservativen Annahmen überzeugt das Projekt mit einer hohen Rentabilität. Bei einem Goldpreis von 2.500 US-Dollar je Unze errechnet sich ein Nachsteuer-Kapitalwert (NPV5) von rund 74 Mio. US-Dollar, eine interne Verzinsung (IRR) von etwa 78 % sowie eine Amortisationszeit von weniger als einem Jahr. Diese Kennzahlen verdeutlichen die außergewöhnlich robuste Projektökonomie.
In der ersten Produktionsphase erwartet Cabral Gold eine durchschnittliche Jahresproduktion von rund 18.000 bis 20.000 Unzen Gold. Entscheidend dabei ist jedoch weniger die anfängliche Produktionsmenge als vielmehr die dahinterstehende Unternehmensstrategie. Die Cashflows aus der Oxidproduktion sollen den späteren Ausbau der deutlich größeren Primärlagerstätten finanzieren. Langfristig besitzt Cuiú-Cuiú somit das Potenzial, sich zu einem wesentlich größeren Goldproduzenten zu entwickeln als es die erste Minenphase vermuten lässt.
Ein wesentlicher Meilenstein wurde bereits bei der Finanzierung erreicht. Das Unternehmen konnte eine 45 Mio. US-Dollar umfassende Gold-Loan-Finanzierung abschließen, wodurch die komplette erste Produktionsphase finanziert ist. Für die bestehenden Aktionäre ist dies von besonderer Bedeutung, da der Minenbau ohne eine weitere nennenswerte Verwässerung des Aktienkapitals umgesetzt werden kann. Nach Angaben des Unternehmens verlaufen die Bauarbeiten planmäßig. Die Inbetriebnahme der Anlage ist für das dritte Quartal 2026 vorgesehen, während die kommerzielle Goldproduktion im vierten Quartal 2026 beginnen soll.
Mit einer aktuellen Börsenbewertung von rund 281 Mio. CAD (aktueller Kurs: 0,92 CAD) zählt Cabral Gold trotz des fortgeschrittenen Entwicklungsstatus weiterhin zu den kleineren Goldentwicklern. Angesichts einer definierten Goldressource von knapp 1,2 Millionen Unzen, eines vollständig finanzierten Produktionsstarts, vergleichsweise niedriger Investitionskosten sowie erheblichem Explorationspotenzial erscheint die Gesellschaft im Vergleich zu vielen anderen Goldentwicklern attraktiv positioniert.
Für Investoren könnte nun eine spannende Phase beginnen: Während Explorationsgesellschaften häufig erst Jahre von einer möglichen Produktion entfernt sind, steht Cabral Gold unmittelbar vor dem Übergang zum Goldproduzenten. Mit dem geplanten Produktionsbeginn Ende 2026 dürfte sich das Unternehmen künftig zunehmend an operativen Kennzahlen wie Goldproduktion, Cashflow und Gewinn messen lassen – und damit in eine neue Unternehmensphase eintreten.
Hinweis auf einen möglichen Interessenskonflikt:
Cabral Gold wird am 6./7. November 2026 bei der Rohstoffmesse München als Aussteller teilnehmen. Die Michael Türk Finanzinformationsdienstleistung als Veranstalter erhält für die Messeteilnahme von Cabral Gold eine finanzielle Vergütung, wodurch ein eindeutiger und konkreter Interessenskonflikt besteht, auf diesen hiermit hingewiesen wird.



Kommentare