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PPX Mining - Gold- und Silberproduzent in Peru mit Glencore als strategischem Aktionär

20. Okt.
6 Min. Lesezeit

PPX Mining Corp. (WKN: A2APYX, ISIN: CA69354U1003) ist ein kanadisches Bergbauunternehmen, das sich auf die Produktion und Exploration von Gold, Silber und Kupfer in Peru konzentriert. Die Gesellschaft wird von President und CEO Ernest Mast geführt und ist an der TSX Venture Exchange unter dem Börsenkürzel PPX notiert. Darüber hinaus wird die Aktie an der Börse in Lima ebenfalls unter PPX gehandelt. In Deutschland lautet das Börsenkürzel 39S, während die Aktien in den USA unter SNNGF gehandelt werden. Laut der Unternehmenspräsentation vom Oktober 2026 verfügt PPX Mining über 906.360.109 ausstehende Aktien. Damit gehört die Gesellschaft zu den kleineren börsennotierten Goldunternehmen mit bereits laufender Förderung und zusätzlichem Explorationspotenzial.


Das Geschäftsmodell unterscheidet sich von zahlreichen klassischen Explorationsgesellschaften. PPX Mining verfügt bereits über eine produzierende Gold- und Silbermine, arbeitet gleichzeitig an der Erweiterung seiner Ressourcenbasis und möchte durch eine eigene Aufbereitungsanlage die Wirtschaftlichkeit des bestehenden Bergbaubetriebs verbessern. Besonders interessant ist dabei die Beteiligung des internationalen Rohstoffkonzerns Glencore, der Ende 2025 als strategischer Aktionär eingestiegen ist.


Das Herzstück der Gesellschaft ist das zu 100 % kontrollierte Igor-Projekt in der peruanischen Region La Libertad. Dieses befindet sich ungefähr 140 Kilometer von der Stadt Trujillo entfernt innerhalb des nordperuanischen Goldgürtels. Die Liegenschaft umfasst rund 1.300 Hektar und beherbergt mehrere aussichtsreiche Gold- und Silbermineralisierungen. Im Mittelpunkt stehen insbesondere die Callanquitas-Mine sowie die Explorationsgebiete Portachuelos, Tesoros und Domo.


Die Callanquitas-Mine befindet sich bereits seit 2021 in Produktion. Bis Ende September 2025 wurden dort nach Unternehmensangaben insgesamt rund 47.500 Unzen Gold und 452.000 Unzen Silber gewonnen. Der Abbau erfolgt untertage, wobei das mineralisierte Gestein bislang überwiegend zu externen Aufbereitungsanlagen transportiert wird. Die dort gewonnenen Edelmetalle bilden die Grundlage für die laufenden operativen Einnahmen.


Besonders erfreulich entwickelte sich das operative Geschäft im ersten Quartal 2026. In den drei Monaten bis Ende März erzielte der Betrieb auf Callanquitas Umsatzerlöse von rund 61,8 Millionen peruanischen Soles, entsprechend etwa 23,5 Millionen kanadischen Dollar. Der Bruttogewinn belief sich auf umgerechnet rund 16,7 Millionen kanadische Dollar, was einer bemerkenswerten Bruttomarge von etwa 71 % entspricht.


Der Nettogewinn des operativen Minenbetriebs erreichte umgerechnet rund 11,8 Millionen kanadische Dollar. Besonders wichtig ist jedoch die vertragliche Beteiligungsstruktur: PPX Mining erhält einen Anteil von 75 % am Nettogewinn des Betriebs, den sogenannten Net Profit Interest. Für das erste Quartal ergab sich daraus ein Anspruch von rund 8,9 Millionen kanadischen Dollar. Dieser Betrag darf nicht mit dem konsolidierten Nettogewinn der börsennotierten Gesellschaft gleichgesetzt werden.


Auch in den folgenden Monaten setzte sich die erfreuliche Entwicklung fort. Anfang Juli 2026 meldete PPX Mining bereits den zweiten Monat in Folge einen historischen Rekord bei seinem monatlichen Net Profit Interest aus der Callanquitas-Mine. Die laufende Produktion stellt damit einen wichtigen Bestandteil der Finanzierung der weiteren Unternehmensentwicklung dar.


Einen besonders wichtigen Wachstumsschritt stellt der Bau einer eigenen Gold- und Silberaufbereitungsanlage dar. Die neue Anlage soll künftig die Verarbeitung des auf Callanquitas gewonnenen Materials direkt innerhalb des Igor-Projekts ermöglichen. Dadurch könnten die bislang notwendigen Transporte zu externen Anlagen deutlich reduziert und zusätzliche Kosten eingespart werden.


Die geplante Anlage ist auf eine Verarbeitungskapazität von rund 350 Tonnen pro Tag ausgelegt und kombiniert Carbon-in-Leach-Verfahren mit Flotationstechnologie. Dadurch sollen sowohl oxidische als auch sulfidhaltige Gold- und Silbermineralisierungen verarbeitet werden können.


Im Mai 2026 informierte PPX Mining darüber, dass sich die Inbetriebnahme aufgrund zusätzlicher Abstimmungen mit lokalen Gemeinden und Behörden verzögert. Hierfür wurde eine gemeinsame Arbeitsgruppe eingerichtet, die offene Fragen zu den technischen Abläufen und Umweltschutzmaßnahmen klären soll. Bis zur Inbetriebnahme der eigenen Anlage wird das Material weiterhin bei externen Dienstleistern verarbeitet.


Die neue Aufbereitungsanlage könnte einen wesentlichen Beitrag zur zukünftigen Entwicklung leisten. Sollte es gelingen, die geplante Kapazität erfolgreich zu erreichen und gleichzeitig attraktive Metallgewinnungsraten zu erzielen, könnte sich dies positiv auf die operativen Margen und den Cashflow auswirken.


Ein weiterer entscheidender Meilenstein war der Einstieg von Glencore im Dezember 2025. Der internationale Rohstoffkonzern investierte rund 20 Millionen kanadische Dollar in PPX Mining und sicherte sich damit eine Beteiligung von ungefähr 9,9 % am Unternehmen.

Die Vereinbarung umfasst neben der Aktienbeteiligung auch eine Abnahmevereinbarung für zukünftige Edelmetallkonzentrate. Von der Finanzierung sollen mindestens 15 Millionen kanadische Dollar für die beschleunigte Exploration des Igor-Projekts eingesetzt werden.


Die Beteiligung eines international etablierten Rohstoffunternehmens ist für PPX Mining besonders interessant, da sie nicht nur zusätzliche Finanzmittel bereitstellt, sondern auch die Grundlage für eine längerfristige Zusammenarbeit schafft. Gleichzeitig unterstreicht die Investition das strategische Interesse von Glencore an der weiteren Entwicklung des Projekts.

Auch die vorhandene Mineralressource bietet eine Grundlage für weiteres Wachstum. Die aktualisierte Ressourcenschätzung vom Februar 2024 weist für den westlichen Bereich der Callanquitas-Lagerstätte rund 663.700 Tonnen gemessene und angezeigte Mineralressourcen mit einem durchschnittlichen Goldäquivalentgehalt von etwa 4,7 Gramm pro Tonne aus. Hinzu kommen weitere 759.900 Tonnen vermutete Mineralressourcen mit durchschnittlich 4,63 Gramm Goldäquivalent pro Tonne.


Die Ressourcen umfassen sowohl Gold- als auch Silbermineralisierungen. Die vergleichsweise hohen Goldäquivalentgehalte machen das Vorkommen insbesondere für den Untertagebau interessant. Darüber hinaus bestehen weitere mineralisierte Bereiche, die bislang noch nicht vollständig durch Bohrungen untersucht wurden.


Für besondere Aufmerksamkeit sorgten die jüngsten Bohrergebnisse vom 15. September 2026. PPX Mining veröffentlichte dabei neue Ergebnisse aus dem laufenden Untertagebohrprogramm auf Callanquitas, das insbesondere die Ausdehnung der bekannten Mineralisierung nach Norden, Süden und in größere Tiefen untersuchen soll.


Besonders bemerkenswert war das Bohrloch CA-26-31, das innerhalb der sogenannten Tension-Vein-Struktur einen Abschnitt von 0,90 Metern mit 5,84 Gramm Gold, 2.251 Gramm Silber pro Tonne sowie 3,01 % Kupfer durchteufte. Der mineralisierte Bereich befindet sich innerhalb eines längeren Abschnitts von 1,60 Metern mit durchschnittlich 3,37 Gramm Gold, 1.329,6 Gramm Silber und 1,81 % Kupfer.


Auch das Bohrloch CA-26-32 lieferte interessante Ergebnisse. Über einen Abschnitt von 16,75 Metern wurden durchschnittlich 1,21 Gramm Gold, 101,6 Gramm Silber pro Tonne und 0,14 % Kupfer nachgewiesen. Darin enthalten waren höhergradige Mineralisierungen mit bis zu 6,92 Gramm Gold und 654 Gramm Silber pro Tonne sowie 1,69 % Kupfer.


Im Bohrloch CA-26-33 wurde darüber hinaus ein Abschnitt über 3,60 Meter mit durchschnittlich 8,66 Gramm Gold und 289,6 Gramm Silber pro Tonne durchteuft. Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass die bekannten mineralisierten Gangsysteme noch erhebliches zusätzliches Explorationspotenzial besitzen könnten.


Besonders interessant ist, dass sich die Tension-Vein-Struktur sowohl nach Norden als auch nach Süden und in der Tiefe noch nicht vollständig abgegrenzt zeigt. Weitere Bohrungen könnten deshalb dazu beitragen, die bestehende Ressourcenbasis zu vergrößern und zusätzliche mögliche Abbaubereiche zu identifizieren.


Ein weiteres vielversprechendes Explorationsgebiet ist Portachuelos. Dieses befindet sich ebenfalls innerhalb des Igor-Projekts und beherbergt mehrere geologisch interessante Strukturen, darunter Bertha, BX1 und BX2.


Bereits frühere Bohrungen hatten dort bemerkenswerte Gold-, Silber- und Kupfermineralisierungen nachgewiesen. So lieferte das historische Bohrloch CA-18-94 einen Abschnitt über sechs Meter mit durchschnittlich 5,77 Gramm Gold, 444 Gramm Silber pro Tonne und 0,67 % Kupfer.


Am 18. August 2026 meldete PPX Mining einen wichtigen Fortschritt: Die peruanischen Behörden erteilten die Umweltgenehmigung für ein umfangreiches Diamantbohrprogramm auf Portachuelos. Insgesamt wurden 10.315 Bohrmeter in 58 Bohrlöchern genehmigt. Das Programm kann über einen Zeitraum von bis zu 20 Monaten durchgeführt werden.


Die geplanten Arbeiten sollen insbesondere die räumliche Ausdehnung, Kontinuität und geologischen Zusammenhänge der vorhandenen Mineralisierungen untersuchen. Portachuelos bietet dabei zusätzliches Potenzial, da es sich um ein eigenständiges mineralisiertes System außerhalb der bereits produzierenden Callanquitas-Mine handelt.


Wie sehen die weiteren Aussichten aus? PPX Mining befindet sich in einer interessanten Entwicklungsphase. Die bestehende Produktion liefert bereits operative Einnahmen, während die zukünftige Inbetriebnahme einer eigenen Aufbereitungsanlage eine deutliche Verbesserung der betrieblichen Abläufe ermöglichen könnte.


Besonders wichtig dürften in den kommenden Monaten die weiteren Fortschritte beim Anlagenbau, die Fortsetzung der Bohrarbeiten auf Callanquitas und der geplante Start des umfangreichen Explorationsprogramms auf Portachuelos werden.


Die strategische Beteiligung von Glencore stellt einen zusätzlichen Vorteil dar. Durch die bereitgestellten Finanzmittel kann PPX Mining seine Explorationsaktivitäten vorantreiben und gleichzeitig die bestehende Produktion weiterentwickeln.


Mein Fazit: PPX Mining ist ein interessantes kleineres Gold- und Silberunternehmen mit einem bereits laufenden Bergbaubetrieb und zusätzlichem Explorationspotenzial. Besonders hervorzuheben sind die operativen Ergebnisse aus dem ersten Quartal 2026, die hochgradigen Gold- und Silbermineralisierungen auf Callanquitas und die strategische Beteiligung von Glencore.


Mit der geplanten eigenen Aufbereitungsanlage könnte die Gesellschaft ihre Kostenstruktur und ihre operativen Margen verbessern. Gleichzeitig bieten die laufenden Bohrprogramme sowie das umfangreiche Explorationspotenzial auf Portachuelos zusätzliche Entwicklungsmöglichkeiten.


Sollte es dem Management gelingen, die neue Anlage erfolgreich in Betrieb zu nehmen und die vorhandenen Mineralressourcen durch weitere Exploration deutlich zu erweitern, könnte sich das Unternehmen langfristig zu einem größeren Gold- und Silberproduzenten entwickeln.

Für Anleger, die sich für kleinere Edelmetallproduzenten mit bereits bestehenden operativen Einnahmen, hochgradigen Rohstoffvorkommen und der Unterstützung eines international etablierten Rohstoffkonzerns interessieren, bleibt PPX Mining damit ein beobachtenswerter Wert.



Hinweis auf einen möglichen Interessenskonflikt:

PPX Mining wird am 6./7. November 2026 bei der Rohstoffmesse München als Aussteller teilnehmen. Die Michael Türk Finanzinformationsdienstleistung als Veranstalter erhält für die Messeteilnahme von PPX Mining eine finanzielle Vergütung, wodurch ein eindeutiger und konkreter Interessenskonflikt besteht, auf diesen hiermit hingewiesen wird.

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