top of page

Viva Gold - Fortgeschrittenes Goldprojekt in Nevada mit interessanten Perspektiven!

vor 2 Tagen
4 Min. Lesezeit

Viva Gold Corp. (WKN: A2JBKY, ISIN: CA92852M1077) ist ein kanadisches Goldexplorations- und Entwicklungsunternehmen, das sich auf die Weiterentwicklung seines Tonopah-Goldprojekts im US-Bundesstaat Nevada konzentriert. Die Gesellschaft ist an der TSX Venture Exchange unter dem Börsenkürzel VAU notiert und wird in Deutschland unter dem Kürzel 7PB in Frankfurt gehandelt. In den USA ist die Aktie unter VAUCF gelistet. Nach aktuellen Unternehmensangaben verfügt Viva Gold über 212,74 Millionen ausstehende Aktien, wobei sich die vollständig verwässerte Aktienanzahl einschließlich ausübbarer Optionen und Warrants auf rund 278,09 Millionen Aktien belaufen würde.


Im Mittelpunkt der Gesellschaft steht das zu 100 % kontrollierte Tonopah-Goldprojekt im westlichen Nevada. Es befindet sich auf dem geologisch bedeutenden Walker-Lane-Trend, einer Region mit einer langen Bergbaugeschichte und zahlreichen bekannten Goldvorkommen. Etwa 30 Autominuten nördlich des Projekts liegt die Round-Mountain-Goldmine von Kinross Gold. Die Region verfügt über eine vergleichsweise gut ausgebaute Infrastruktur, einschließlich Straßen, Stromversorgung und Zugang zu Bergbaudienstleistungen.


Besonders interessant ist, dass Viva Gold bereits über eine umfangreiche Goldressource und eine erste wirtschaftliche Projektbewertung verfügt. Im Juli 2025 veröffentlichte das Unternehmen eine aktualisierte Ressourcenschätzung für das Tonopah-Projekt. Demnach verfügt das Projekt über gemessene und angezeigte Mineralressourcen von rund 504.000 Unzen Gold mit einem durchschnittlichen Gehalt von 0,59 Gramm Gold pro Tonne Gestein. Hinzu kommen weitere 83.000 Unzen Gold in der Kategorie der vermuteten Ressourcen. Insgesamt ergibt sich damit eine ausgewiesene Goldressource von rund 587.000 Unzen. Zusätzlich enthält das Projekt rund 2,16 Millionen Unzen Silber in den verschiedenen Ressourcenkategorien. Dabei handelt es sich um Mineralressourcen und noch nicht um nachgewiesene wirtschaftlich abbaubare Mineralreserven.


Auf Grundlage dieser Ressourcen wurde im Juli 2025 eine vorläufige Wirtschaftlichkeitsstudie, eine sogenannte Preliminary Economic Assessment (PEA), veröffentlicht. Diese sieht einen möglichen Tagebaubetrieb mit einer anfänglichen Produktionsdauer von sieben Jahren vor. Über die geplante Betriebsdauer könnten nach dem damaligen Modell insgesamt rund 404.000 Unzen verkaufsfähiges Gold sowie 354.000 Unzen Silber produziert werden.


Besonders interessant sind die wirtschaftlichen Kennzahlen der Studie. Bei einem angenommenen Goldpreis von 2.400 US-Dollar je Unze errechneten die Gutachter einen Kapitalwert nach Steuern von rund 111,6 Millionen US-Dollar bei einem Diskontierungssatz von 5 %. Bei einem Goldpreis von 3.200 US-Dollar je Unze erhöhte sich dieser rechnerische Kapitalwert auf rund 363,6 Millionen US-Dollar. Die anfänglich erforderlichen Investitionen vor Produktionsbeginn wurden mit rund 219,9 Millionen US-Dollar beziffert, zuzüglich eines Betriebskapitalbedarfs von 22,2 Millionen US-Dollar. Die prognostizierten nachhaltigen Gesamtkosten der Goldproduktion (AISC) lagen bei etwa 1.269 US-Dollar je Unze.


Diese Zahlen verdeutlichen, wie stark die mögliche Wirtschaftlichkeit des Projekts vom Goldpreis abhängt. Allerdings handelt es sich ausdrücklich um Ergebnisse einer vorläufigen Studie auf Basis bestimmter Annahmen und nicht um garantierte zukünftige Gewinne oder Produktionskosten.


Auch die jüngsten Explorationsergebnisse aus dem Jahr 2026 liefern interessante Ansatzpunkte für weiteres Wachstum. Im Rahmen eines Bohrprogramms mit insgesamt 19 Bohrungen und einer Gesamtlänge von 3.210 Metern konnte Viva Gold die bekannten Goldmineralisierungen innerhalb und außerhalb des bisherigen Ressourcenbereichs erweitern. Besonders vielversprechend war dabei eine neue Goldentdeckung im Gebiet Midway Hills, westlich des bisher untersuchten Hauptvorkommens.


In der Bohrung TG2617 wurden unter anderem 35,1 Meter mit durchschnittlich 1,62 Gramm Gold und 16,7 Gramm Silber pro Tonne durchteuft. Darin enthalten war ein höhergradiger Abschnitt von 1,5 Metern mit 18,4 Gramm Gold und 76,9 Gramm Silber pro Tonne. Da die Mineralisierung in mehrere Richtungen noch nicht vollständig abgegrenzt wurde, besteht weiteres Explorationspotenzial. Ob sich daraus eine zusätzliche wirtschaftlich relevante Ressource entwickeln lässt, müssen weitere Untersuchungen zeigen.


Am 6. Oktober 2026 veröffentlichte Viva Gold ein weiteres Unternehmensupdate. Demnach wird derzeit an einer Vormachbarkeitsstudie (Pre-Feasibility Study, PFS) gearbeitet, deren Fertigstellung weiterhin für das vierte Quartal 2026 vorgesehen ist. Parallel dazu werden verschiedene Umwelt-, Wasser- und Infrastrukturuntersuchungen durchgeführt, um die Grundlagen für das spätere Minengenehmigungsverfahren zu schaffen. Nach aktueller Unternehmensplanung sollen die entsprechenden Genehmigungsarbeiten im Jahr 2027 beginnen.


Gleichzeitig bereitet Viva Gold ein weiteres Bohrprogramm im Bereich der neuen Midway-Hills-Entdeckung vor. Geplant sind rund 1.000 Meter Kernbohrungen, mit denen die bisherigen Ergebnisse bestätigt und mögliche Erweiterungen der Mineralisierung untersucht werden sollen.


Finanziell konnte die Gesellschaft ihre Position zuletzt durch eine im September 2026 abgeschlossene, überzeichnete Privatplatzierung über 6,5 Millionen kanadische Dollar stärken. Die zusätzlichen Mittel sollen insbesondere für weitere Bohrungen und die technische sowie genehmigungsrechtliche Weiterentwicklung des Tonopah-Projekts eingesetzt werden. Allerdings wird das Unternehmen für eine mögliche spätere Errichtung der Mine voraussichtlich erheblich mehr Kapital benötigen.


Wie sehen die weiteren Aussichten aus? Viva Gold steht in einer interessanten Entwicklungsphase. Anders als viele reine Goldexplorer verfügt die Gesellschaft bereits über eine definierte Mineralressource und eine vorläufige wirtschaftliche Bewertung ihres Hauptprojekts. Die geplante Fertigstellung der Vormachbarkeitsstudie könnte einen wichtigen weiteren Meilenstein darstellen. Sollten sich die wirtschaftlichen Kennzahlen bestätigen oder verbessern und gleichzeitig zusätzliche Goldressourcen nachgewiesen werden, könnte dies die Wahrnehmung des Unternehmens am Kapitalmarkt positiv beeinflussen.


Dennoch bestehen erhebliche Risiken. Die bisherigen Ressourcen stellen noch keine Mineralreserven dar, und die tatsächliche Wirtschaftlichkeit hängt unter anderem von Goldpreisen, Investitionskosten, Genehmigungen, metallurgischen Ergebnissen und der späteren Finanzierung ab. Auch weitere Kapitalerhöhungen und die damit verbundene Verwässerung bestehender Aktionäre sind möglich.


Mein Fazit: Viva Gold ist ein spekulativer Goldentwickler mit einem bereits vergleichsweise weit fortgeschrittenen Projekt in einer etablierten Bergbauregion der USA. Besonders interessant erscheinen die vorhandene Goldressource, die Ergebnisse der vorläufigen Wirtschaftlichkeitsstudie und das zusätzliche Explorationspotenzial der neuen Midway-Hills-Entdeckung. Mit der erwarteten Vormachbarkeitsstudie und weiteren Bohrergebnissen stehen in den kommenden Monaten wichtige Entwicklungen an.


Sollten diese positiv ausfallen, könnte Viva Gold für risikobewusste Goldinvestoren an Attraktivität gewinnen. Gleichzeitig darf nicht übersehen werden, dass bis zu einer möglichen kommerziellen Goldproduktion noch erhebliche technische, finanzielle und regulatorische Hürden zu überwinden sind.



Hinweis auf einen möglichen Interessenskonflikt:

Viva Gold wird am 6./7. November 2026 bei der Rohstoffmesse München als Aussteller teilnehmen. Die Michael Türk Finanzinformationsdienstleistung als Veranstalter erhält für die Messeteilnahme von Viva Gold eine finanzielle Vergütung, wodurch ein eindeutiger und konkreter Interessenskonflikt besteht, auf diesen hiermit hingewiesen wird.

Kommentare


bottom of page