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Peruvian Metals - Gold- und Silberproduzent mit eigener Aufbereitungsanlage und interessanten Wachstumsperspektiven in Peru

vor 5 Tagen
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Peruvian Metals Corp. (WKN: A2N459, ISIN: CA7156971086) ist ein kanadisches Rohstoffunternehmen, das sich auf die Exploration, Entwicklung und Verarbeitung von Gold-, Silber- und Basismetallvorkommen in Peru konzentriert. Die Gesellschaft wird von CEO Jeffrey Reeder geführt und ist an der TSX Venture Exchange unter dem Börsenkürzel PER notiert. In Deutschland wird die Aktie unter dem Kürzel 6D71 gehandelt, während sie in den USA unter DUVNF gelistet ist. Laut aktuellen Börsendaten vom Oktober 2026 verfügt Peruvian Metals über rund 148 Millionen ausstehende Aktien.


Im Unterschied zu zahlreichen klassischen Rohstoffexplorern verfügt Peruvian Metals bereits über eine operative Aufbereitungsanlage, mit der seit mehreren Jahren Umsätze erzielt werden. Das Geschäftsmodell kombiniert die Verarbeitung von mineralisiertem Material externer Bergbauunternehmen mit der Entwicklung eigener Gold- und Silberprojekte. Langfristig möchte die Gesellschaft verstärkt selbst gewonnenes Material in ihrer bestehenden Anlage verarbeiten und dadurch zusätzliche Ertragsmöglichkeiten erschließen.


Das Herzstück des Unternehmens ist die Aguila-Norte-Aufbereitungsanlage im Norden Perus. An diesem Betrieb hält Peruvian Metals einen Anteil von 80 %. Die Anlage verarbeitet hauptsächlich mineralisiertes Gestein von kleineren und mittelgroßen Bergbauunternehmen, die nicht über eigene Verarbeitungskapazitäten verfügen. Durch die vorhandene Infrastruktur kann das Unternehmen Einnahmen aus Aufbereitungsdienstleistungen erzielen, ohne sämtliche Rohstoffe zunächst selbst explorieren und fördern zu müssen.


Die Anlage verfügt derzeit über eine Verarbeitungskapazität von etwa 100 Tonnen pro Tag. Im Jahr 2025 wurden insgesamt 36.616 Tonnen mineralisiertes Material verarbeitet, womit Peruvian Metals einen neuen Jahresrekord erreichte. Seit der Inbetriebnahme im Jahr 2017 wurden nach Unternehmensangaben bis Ende August 2026 insgesamt mehr als 221.000 Tonnen Material verarbeitet.


Auch im laufenden Jahr 2026 entwickelte sich das operative Geschäft weitgehend stabil. Während des ersten Halbjahres wurden 18.269 Tonnen verarbeitet. Im dritten Quartal kamen weitere 9.065 Tonnen hinzu. Damit summierte sich die verarbeitete Menge in den ersten neun Monaten auf 27.334 Tonnen. Gegenüber dem Vorjahresquartal lag die Verarbeitung im dritten Quartal zwar rund 4,5 % niedriger, dennoch sieht sich das Unternehmen weiterhin auf Kurs, die gesamte Jahresmenge von 2025 zu erreichen oder sogar zu übertreffen.


Besonders interessant sind die Pläne, die vorhandene Anlage mittelfristig weiter auszubauen. Peruvian Metals untersucht unter anderem die Erweiterung der Verarbeitungskapazitäten und einen Anschluss an das nationale Stromnetz. Darüber hinaus wird geprüft, ob sich bereits abgelagertes Material aus dem Rückstandsbereich der Anlage wirtschaftlich erneut aufbereiten lässt. Im Oktober 2026 begann die Gesellschaft hierfür ein detaillierteres Untersuchungsprogramm mit Bohrungen im Bereich der Rückstände.


Ein wichtiger Wachstumstreiber könnte das Gold- und Silberprojekt Palta Dorada werden. Dieses befindet sich im Departamento Áncash im Norden Perus und umfasst eine Fläche von rund 2.250 Hektar. Das vollständig von Peruvian Metals kontrollierte Projekt liegt etwa 140 Straßenkilometer von der Aguila-Norte-Anlage entfernt. Diese vergleichsweise geringe Entfernung könnte sich als Vorteil erweisen, da künftig gefördertes sulfidhaltiges Material direkt zur bestehenden Anlage transportiert und dort verarbeitet werden könnte.


Auf Palta Dorada wurden in der Vergangenheit mehrere gold-, silber- und kupferhaltige Gangstrukturen identifiziert. Besonders interessant ist die San-Juan-Struktur, deren bislang bekannte Streichlänge rund 840 Meter beträgt. Die Mineralisierung ist entlang des Streichens in beide Richtungen noch nicht vollständig abgegrenzt.


Historische Untersuchungen lieferten teilweise beachtliche Metallgehalte. So ergaben sieben Schlitzproben aus einem untertägigen Schacht einen gewichteten Durchschnitt von 10,51 Gramm Gold und 329 Gramm Silber pro Tonne Gestein sowie 1,74 % Kupfer. Die untersuchten Abschnitte waren im Durchschnitt allerdings lediglich etwa 0,60 Meter mächtig.


Zusätzlich konnte Peruvian Metals bereits im Jahr 2022 eine rund 31 Tonnen umfassende Materialprobe mit durchschnittlich 9,74 Gramm Gold pro Tonne gewinnen und an einen lokalen Aufbereitungsbetrieb verkaufen. Diese erste praktische Materialgewinnung lieferte wichtige Erfahrungen für die weitere Projektentwicklung.


Im April 2026 meldete die Gesellschaft außerdem positive metallurgische Untersuchungsergebnisse. Bei Tests mit sulfidhaltigem Material aus Palta Dorada konnten Goldgewinnungsraten von 89 % und Silbergewinnungsraten von 75 % erzielt werden. Diese Ergebnisse sind besonders interessant, da sie grundsätzlich die Möglichkeit unterstützen, das Material mithilfe geeigneter Aufbereitungsverfahren zu verwerten.


Am 15. September 2026 gab Peruvian Metals schließlich den Beginn neuer untertägiger Erschließungsarbeiten auf Palta Dorada bekannt. Zuvor waren historische Stollen und Zugänge wiederhergestellt, die Straßenanbindung verbessert sowie zusätzliche Ausrüstungsgegenstände beschafft worden.


Im nächsten Schritt sollen weitere untertägige Bereiche der San-Juan-Struktur erschlossen werden. Geplant ist unter anderem ein rund 50 Meter langer Querschlag, mit dem zusätzliche mineralisierte Abschnitte zugänglich gemacht werden sollen. Sulfidhaltiges Material aus diesen Arbeiten soll anschließend zur Aguila-Norte-Anlage transportiert werden.


Damit könnte sich das Geschäftsmodell von Peruvian Metals weiterentwickeln. Während die Gesellschaft bislang hauptsächlich Einnahmen aus der Verarbeitung fremden Materials erzielt, könnte die zusätzliche Verarbeitung eigener Gold- und Silbermineralisierungen zukünftig einen weiteren Geschäftsbereich schaffen. Voraussetzung hierfür sind entsprechende Genehmigungen und wirtschaftlich tragfähige Förderbedingungen.


Ein weiteres interessantes Projekt ist Mercedes. Die Gold- und Silberliegenschaft wird über eine Beteiligungsstruktur entwickelt, an der Peruvian Metals zu 50 % beteiligt ist. Im Februar 2026 konnte eine sechsjährige Vereinbarung mit der örtlichen Gemeinschaft abgeschlossen werden, womit eine wichtige Grundlage für die weitere Projektentwicklung geschaffen wurde.

Auch die metallurgischen Untersuchungen lieferten vielversprechende Ergebnisse. Im Januar 2026 berichtete das Unternehmen von Goldgewinnungsraten von 92,19 % und Silbergewinnungsraten von 97,85 % bei entsprechenden Tests. Im August folgten weitere Probenahmeergebnisse aus dem Bereich des Kelly-Ganges. Peruvian Metals arbeitet daran, die notwendigen Voraussetzungen für eine spätere Materialgewinnung und Verarbeitung zu schaffen.


Langfristig könnte Mercedes neben Palta Dorada zu einem weiteren Lieferanten von mineralisiertem Material für Aguila Norte werden. Gerade diese Kombination aus mehreren eigenen Gold- und Silberprojekten und einer bereits bestehenden Aufbereitungsanlage unterscheidet Peruvian Metals von vielen kleineren Explorationsgesellschaften.


Auch die Geschäftszahlen zeigen, dass Peruvian Metals bereits operative Einnahmen generiert. Im Geschäftsjahr 2026, das am 31. März 2026 endete, erzielte die Aufbereitungsanlage Umsätze von rund 3,06 Millionen kanadischen Dollar sowie ein operatives Ergebnis auf Anlagenebene von etwa 880.000 kanadischen Dollar.


Das ausgewiesene Nettoergebnis des Unternehmens belief sich auf rund 1,2 Millionen kanadische Dollar. Dabei ist allerdings zu berücksichtigen, dass hierin ein einmaliger Gewinn aus dem Verkauf einer Tochtergesellschaft in Höhe von etwa 2,71 Millionen kanadischen Dollar enthalten war. Ohne diesen Sondereffekt war das Unternehmen auf bereinigter Grundlage noch nicht nachhaltig profitabel.


Wie sehen die weiteren Aussichten aus? Peruvian Metals befindet sich in einer interessanten Phase, in der die bestehende Aufbereitungsanlage zunehmend mit der Entwicklung eigener Rohstoffprojekte kombiniert werden soll.


Besonders wichtig dürfte in den kommenden Monaten der Fortschritt auf Palta Dorada sein. Gelingt es, die untertägigen Arbeiten erfolgreich fortzuführen und erste größere Mengen eigenen mineralisierten Materials zu verarbeiten, könnte dies einen bedeutenden Schritt für die weitere Unternehmensentwicklung darstellen.


Zusätzlich könnten die Untersuchungen der bestehenden Aufbereitungsrückstände sowie eine mögliche Erweiterung der Anlagenkapazität zusätzliche Wachstumschancen eröffnen. Auch Mercedes bietet weiteres Potenzial, sofern die geplanten Entwicklungs- und Genehmigungsschritte erfolgreich umgesetzt werden.


Mein Fazit: Peruvian Metals ist ein interessanter kleiner Rohstoffwert, dessen Geschäftsmodell sich von vielen reinen Explorationsgesellschaften unterscheidet. Besonders hervorzuheben sind die bereits vorhandene und seit Jahren betriebene Aufbereitungsanlage Aguila Norte, die bestehenden operativen Einnahmen sowie die Möglichkeit, zukünftig verstärkt eigenes Gold- und Silbermaterial zu verarbeiten.


Mit den laufenden Arbeiten auf Palta Dorada, dem weiteren Fortschritt auf Mercedes und den möglichen Erweiterungen von Aguila Norte verfügt die Gesellschaft über mehrere konkrete Entwicklungsmöglichkeiten.


Sollte es dem Management gelingen, eigene mineralisierte Materialien dauerhaft wirtschaftlich zu gewinnen und in der bestehenden Anlage zu verarbeiten, könnte dies die operative Entwicklung der Gesellschaft positiv beeinflussen. Die tatsächliche Ertragsentwicklung wird dabei insbesondere von den realisierbaren Metallgehalten, den Verarbeitungskosten und dem weiteren Finanzierungsbedarf abhängen. Für Anleger, die sich für kleinere Gold- und Silberunternehmen mit bereits bestehender Infrastruktur interessieren, bleibt Peruvian Metals damit ein beobachtenswerter Wert.



Hinweis auf einen möglichen Interessenskonflikt:

Peruvian Metals wird am 6./7. November 2026 bei der Rohstoffmesse München als Aussteller teilnehmen. Die Michael Türk Finanzinformationsdienstleistung als Veranstalter erhält für die Messeteilnahme von Peruvian Metals eine finanzielle Vergütung, wodurch ein eindeutiger und konkreter Interessenskonflikt besteht, auf diesen hiermit hingewiesen wird.

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