Silver Mountain Resources - Silberproduzent in Peru mit hochgradigen Vorkommen und erheblichem Wachstumspotential
Silver Mountain Resources Inc. (WKN: A414LS, ISIN: CA8280425072) ist ein kanadisches Bergbauunternehmen, das sich auf die Produktion, Exploration und Weiterentwicklung von Silber- und polymetallischen Lagerstätten in Peru konzentriert. Die Gesellschaft wird von CEO Alvaro Espinoza geführt und ist seit Februar 2026 an der Toronto Stock Exchange (TSX) unter dem Börsenkürzel AGMR notiert. In Deutschland wird die Aktie unter dem Kürzel YC40 gehandelt, während sie in den USA am OTCQB-Markt unter AGMRF gelistet ist. Nach Börsenangaben vom 28. September 2026 verfügt das Unternehmen über 64.665.184 ausstehende Aktien.
Silber zählt neben seiner traditionellen Verwendung als Edelmetall zu den wichtigsten Industriemetallen. Insbesondere die Solarindustrie, Elektrotechnik, Halbleiterindustrie und zahlreiche weitere industrielle Anwendungen benötigen Silber aufgrund seiner hervorragenden elektrischen Leitfähigkeit. Auch für Investoren besitzt das Edelmetall eine besondere Bedeutung, da es sowohl von der industriellen Nachfrage als auch von der Entwicklung der Edelmetallmärkte beeinflusst wird.
Silver Mountain Resources verfolgt das Ziel, sich zu einem bedeutenden Silberproduzenten in Peru zu entwickeln. Dabei konzentriert sich die Gesellschaft auf die Wiederinbetriebnahme historischer Minen und die weitere Exploration eines größeren zusammenhängenden Bergbaudistrikts. Besonders interessant ist, dass das Unternehmen bereits über umfangreiche bestehende Bergbauinfrastruktur verfügt und im September 2026 einen entscheidenden operativen Meilenstein erreichen konnte.
Das Herzstück des Unternehmens ist das zu 100 % kontrollierte Castrovirreyna-Projekt in der Region Huancavelica im zentralen Peru. Das gesamte Projektportfolio umfasst mehr als 60.000 Hektar an Bergbauliegenschaften. Innerhalb des Gebiets befinden sich unter anderem die beiden ehemals produzierenden Untertageminen Reliquias und Caudalosa sowie zahlreiche weitere aussichtsreiche Explorationsziele.
Die Region verfügt über eine lange Bergbautradition und ist für ihre silberreichen polymetallischen Gangsysteme bekannt. Neben Silber treten dort insbesondere Zink, Blei, Kupfer und Gold auf. Diese zusätzlichen Metalle könnten langfristig wichtige Nebenprodukte der Silberproduktion darstellen und damit einen positiven Beitrag zu den wirtschaftlichen Ergebnissen leisten.
Im Mittelpunkt der aktuellen Entwicklung steht die Reliquias-Mine. Diese wurde bereits in der Vergangenheit untertage betrieben und verfügt über bestehende Stollen, Rampen, Belüftungssysteme sowie weitere technische Einrichtungen. Hinzu kommt eine vorhandene Aufbereitungsanlage mit einer installierten Verarbeitungskapazität von bis zu 2.000 Tonnen pro Tag. Auch eine genehmigte Rückstandslagerstätte und wesentliche Infrastruktur für die Wasser- und Stromversorgung sind vorhanden.
Ein großer Vorteil gegenüber vielen klassischen Rohstoffentwicklern besteht somit darin, dass Silver Mountain nicht sämtliche Anlagen und Einrichtungen neu errichten muss, sondern wesentliche Teile der vorhandenen Infrastruktur wiederherstellen und modernisieren konnte.
Bereits im Mai 2024 hatte das Unternehmen eine vorläufige Wirtschaftlichkeitsstudie für Reliquias veröffentlicht. Diese sogenannte Preliminary Economic Assessment (PEA) sah eine mögliche Minenlaufzeit von neun Jahren und eine durchschnittliche jährliche Metallproduktion von rund 2,2 Millionen Unzen Silberäquivalent vor. Die anfänglich erforderlichen Investitionen wurden damals mit etwa 24,8 Millionen US-Dollar veranschlagt.
Bei den zugrunde gelegten Metallpreis- und Kostenannahmen errechnete die Studie einen Kapitalwert vor Steuern von rund 107 Millionen kanadischen Dollar bei einem Diskontierungssatz von 5 %. Die interne Verzinsung vor Steuern wurde mit 57 % angegeben, während die rechnerische Amortisationsdauer bei 1,8 Jahren lag.
Diese Kennzahlen stammen allerdings aus dem Jahr 2024 und basieren auf damaligen Modellannahmen. Sie sind deshalb nicht mit bereits erzielten Gewinnen oder der tatsächlichen Wirtschaftlichkeit des inzwischen angelaufenen Minenbetriebs gleichzusetzen.
Auch die vorhandenen Mineralressourcen verdeutlichen das Potenzial von Reliquias. Gemäß der veröffentlichten NI-43-101-Ressourcenschätzung verfügt die Lagerstätte über gemessene und angezeigte Ressourcen von insgesamt rund 1,31 Millionen Tonnen mit durchschnittlich 4,25 Unzen Silber pro Tonne Gestein. Dies entspricht ungefähr 5,6 Millionen enthaltenen Unzen Silber. Hinzu kommen vermutete Ressourcen von rund 1,76 Millionen Tonnen mit durchschnittlich 3,99 Unzen Silber pro Tonne beziehungsweise etwa sieben Millionen enthaltenen Unzen Silber.
Zusätzlich enthalten diese Ressourcen nennenswerte Mengen an Zink, Blei, Kupfer und Gold. Die Kombination mehrerer wertvoller Metalle ist ein wesentlicher Bestandteil des wirtschaftlichen Konzepts für die Mine. Mineralressourcen sind dabei von nachgewiesenen wirtschaftlich abbaubaren Mineralreserven zu unterscheiden.
Am 21. September 2026 konnte Silver Mountain schließlich die erfolgreiche Wiederaufnahme der Produktion auf Reliquias bekannt geben. Bereits Mitte September wurden die ersten Bulk- und Zinkkonzentrate hergestellt. Damit gelang der Gesellschaft der Übergang vom reinen Projektentwickler zu einem Unternehmen mit laufender Konzentratproduktion.
Zur Unterstützung der schrittweisen Produktionssteigerung hatte Silver Mountain während der untertägigen Vorbereitungs- und Erschließungsarbeiten bereits rund 45.000 Tonnen mineralisiertes Material auf Halde gesammelt. Dieses Material steht für die Verarbeitung während der Hochlaufphase zur Verfügung.
Die ersten Konzentratlieferungen sind nach Angaben des Unternehmens für Oktober 2026 vorgesehen. Anschließend sollen sowohl die verarbeiteten Materialmengen als auch die durchschnittlichen Metallgehalte schrittweise erhöht werden. Für die zweite Jahreshälfte 2027 strebt das Management eine Verarbeitungskapazität von rund 800 Tonnen pro Tag an. Dies wäre ein wichtiger Schritt beim Ausbau der laufenden Produktion, zumal die vorhandene Aufbereitungsanlage technisch für deutlich höhere Verarbeitungskapazitäten ausgelegt ist.
Besonders erfreulich ist, dass Silver Mountain bereits vor der Wiederaufnahme der Produktion eine solide finanzielle Grundlage schaffen konnte. Im April 2026 verfügte das Unternehmen nach eigenen Angaben über liquide Mittel von mehr als 30 Millionen US-Dollar. Damit sah sich die Gesellschaft ausreichend finanziert, um den geplanten Neustart der Mine umzusetzen und gleichzeitig zusätzliche Explorationsarbeiten voranzutreiben.
Für besondere Aufmerksamkeit sorgten die jüngsten Bohrergebnisse vom 13. Oktober 2026. Silver Mountain veröffentlichte die ersten Ergebnisse seines untertägigen Infill-Bohrprogramms auf Reliquias, das insbesondere die Kontinuität hochgradiger Silbermineralisierungen in den für die ersten drei Produktionsjahre vorgesehenen Bereichen überprüfen soll.
Die Ergebnisse fielen teilweise bemerkenswert hochgradig aus. Im Bohrloch SMR-194-26-SCS wurden unter anderem 0,90 Meter mit durchschnittlich 1.495 Gramm Silber pro Tonne sowie 3,40 % Zink, 1,66 % Blei und 0,33 % Kupfer durchteuft. Ein weiterer Abschnitt derselben Bohrung lieferte über 0,90 Meter durchschnittlich 996 Gramm Silber und 2,51 Gramm Gold pro Tonne sowie 6,32 % Zink, 4,13 % Blei und 0,47 % Kupfer.
Auch das Bohrloch SMR-199-26-GAB lieferte einen hochgradigen Abschnitt über einen Meter mit durchschnittlich 903 Gramm Silber pro Tonne, begleitet von 8,08 % Zink, 6,54 % Blei und 0,83 % Kupfer.
In einer weiteren Bohrung wurden über 2,20 Meter durchschnittlich 285 Gramm Silber pro Tonne sowie außergewöhnlich hohe Zink- und Bleigehalte von 17,98 % beziehungsweise 8,21 % festgestellt. Darüber hinaus meldete die Gesellschaft einen Abschnitt über 1,95 Meter mit 5,13 Gramm Gold und 70 Gramm Silber pro Tonne sowie 11,13 % Zink.
Diese Bohrergebnisse bestätigen nach Einschätzung des Unternehmens die Kontinuität mehrerer hochgradiger Gangstrukturen innerhalb der Mine. Besonders interessant ist, dass die Bohrungen nicht ausschließlich der Suche nach neuen Lagerstätten dienen, sondern auch die konkrete Minenplanung und die zukünftige Materialversorgung unterstützen sollen.
Die nachgewiesenen hochgradigen Abschnitte könnten dazu beitragen, die geologische Modellierung weiter zu verbessern und zusätzliche mineralisierte Bereiche für spätere Abbauabschnitte zu definieren. Aufgrund der teilweise geringen Mächtigkeit einzelner Abschnitte ist für die wirtschaftliche Bewertung allerdings die tatsächliche Kontinuität und abbaubare Breite der Gangstrukturen entscheidend.
Neben Reliquias besitzt Silver Mountain mit Caudalosa ein weiteres interessantes Entwicklungsprojekt. Auch diese Mine wurde bereits in der Vergangenheit betrieben und befindet sich innerhalb des Castrovirreyna-Distrikts.
Im März 2026 kündigte die Gesellschaft ein umfangreiches Bohrprogramm über rund 14.000 Meter auf Caudalosa an. Ziel ist es, zusätzliche mineralisierte Bereiche zu identifizieren, die vorhandene geologische Datenbasis zu verbessern und mögliche zukünftige Produktionsbereiche abzugrenzen.
Langfristig könnte Caudalosa zu einem zweiten wichtigen Produktionsstandort entwickelt werden. Besonders interessant wäre dabei die Möglichkeit, vorhandene Infrastruktur innerhalb des Castrovirreyna-Distrikts gemeinsam zu nutzen und dadurch betriebliche Synergien zu erzielen. Voraussetzung hierfür sind entsprechende Explorationsergebnisse sowie die notwendigen technischen und wirtschaftlichen Untersuchungen.
Zusätzlich verfügt Silver Mountain über zahlreiche weitere Explorationsziele innerhalb seiner großflächigen Liegenschaften. Im April 2026 meldete die Gesellschaft beispielsweise hochgradige Silberergebnisse aus einem Oberflächen-Schlitzprobenprogramm in der Nähe von Reliquias. Diese Ergebnisse unterstreichen das zusätzliche geologische Potenzial des Bergbaudistrikts und könnten weitere Ansatzpunkte für zukünftige Explorationsprogramme liefern.
Wie sehen die weiteren Aussichten aus? Silver Mountain befindet sich in einer besonders interessanten Unternehmensphase. Nach mehreren Jahren der Vorbereitung und umfangreichen Investitionen konnte die Produktion auf Reliquias im September 2026 erfolgreich wieder aufgenommen werden. In den kommenden Monaten dürfte nun entscheidend sein, wie schnell sich die Verarbeitungsmengen steigern lassen und wann die Gesellschaft eine stabile kommerzielle Produktion mit regelmäßigen Konzentratverkäufen erreicht.
Sollte es dem Management gelingen, die geplante Verarbeitungskapazität von 800 Tonnen pro Tag im Jahr 2027 zu erreichen und gleichzeitig attraktive Metallgehalte zu erzielen, könnte Silver Mountain seine operative Position deutlich ausbauen. Daneben könnten die weiteren Bohrergebnisse auf Reliquias und Caudalosa zusätzliches Wachstumspotenzial erschließen.
Mein Fazit: Silver Mountain Resources gehört zu den interessanten kleineren Silberunternehmen mit einem inzwischen produzierenden Bergbaubetrieb. Besonders hervorzuheben sind die vorhandene Infrastruktur, die bereits definierten Silber- und Basismetallressourcen, die erfolgreiche Wiederaufnahme der Konzentratproduktion und die hochgradigen Bohrergebnisse vom Oktober 2026.
Mit Reliquias verfügt die Gesellschaft über einen konkreten Produktionsstandort, während Caudalosa und weitere Explorationsziele zusätzliches Wachstumspotenzial bieten. Die Kombination aus laufender Produktion, einer schrittweisen Erhöhung der Verarbeitungsmengen und weiteren Explorationserfolgen könnte die Unternehmensentwicklung in den kommenden Jahren positiv beeinflussen.
Besonders spannend wird nun, ob Silver Mountain die angekündigten Produktionsziele erreicht und aus der neuen Konzentratproduktion nachhaltig positive operative Cashflows erwirtschaften kann. Dies ist bislang noch nicht nachgewiesen und bleibt der entscheidende nächste Entwicklungsschritt. Für Anleger, die sich für kleinere Silberproduzenten mit zusätzlichem Explorationspotenzial interessieren, bleibt Silver Mountain Resources damit ein beobachtenswerter Wert.
Hinweis auf einen möglichen Interessenskonflikt:
Silver Mountain Resources wird am 6./7. November 2026 bei der Rohstoffmesse München als Aussteller teilnehmen. Die Michael Türk Finanzinformationsdienstleistung als Veranstalter erhält für die Messeteilnahme von Silver Mountain Resources eine finanzielle Vergütung, wodurch ein eindeutiger und konkreter Interessenskonflikt besteht, auf diesen hiermit hingewiesen wird.




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